Recycling von Solarmodulen

Solarmodule besitzen ohnehin einen Lebenszyklus von mindestens zwei Jahrzehnten, darüber hinaus hat die Photovoltaik-Branche ein großes Interesse daran, den gesamten Produktionsprozess nachhaltig zu gestalten. So stellen sich namhafte Hersteller der Verantwortung für eine saubere Zukunft und setzten sich selbst höchste Umweltstandards für Ihre Produkte. Dafür entwickeln sie auf freiwilliger Basis geeignete Modulrücknahme- und Recycling-Programme.

Dünnschicht-Modulhersteller First Solar zum Beispiel hat ein umfassendes, vorfinanziertes Rücknahme- und Recycling-Programm für Solarmodule entwickelt, um die Wiederverwertung von wertvollen Rohstoffen zu ermöglichen. Gleichzeitig werden dadurch die ökologischen Auswirkungen der Produktion von Photovoltaik-Systemen auf ein Minimum beschränkt. Rund 90 Prozent der Materialien eines zurückgenommenen Moduls können in neuen Modulen oder anderen Produkten verarbeitet werden. Dadurch werden künftige Generationen nicht mit dem Abfall von heute belastet.

Stufen des First Solar-Recyclings

Rücknahme
In der Recyclinganlage werden die Module in Containern gesammelt und dann per Gabelstapler in einen Schredder befördert.

Schredder
Die Module werden im Schredder grob zerkleinert.

Hammermühle
Eine Hammermühle bricht die Modulbruchstücke in 4 - 5 mm große Stücke. Dabei wird die Versiegelung der Laminierung aufgebrochen.

Entfernung der Halbleiterschichten
Die Halbleiterschichten werden mit Hilfe einer Säure in einer langsam rotierenden Edelstahltrommel abgelöst.

Trennung von Fest- und Flüssigstoffen
In einer Separationseinheit werden die Feststoffe von den flüssigen Bestandteilen getrennt. Dabei leitet eine rotierende Schraube das feste Material nach oben, während die Flüssigkeit zurückbleibt.

Glas-Laminat-Trennung
Auf einem Rüttelsieb werden Glas und größere Teile der Laminierfolie, die zuvor die beiden Glasteile der Module zusammengehalten hat, voneinander getrennt.

Glasspülung
Das Glas wird zunächst gespült, um alle darauf verbliebenen Halbleiterrückstände zu entfernen. Das gereinigte Glas wird für die Wiederverwertung verpackt. Rund 90 Prozent des Altglases stehen zur Nutzung in neuen Produkten zur Verfügung.

Ausfällung
Die metallhaltige Flüssigkeit wird in einem dreistufigen Ausfällungsprozess bei steigenden pH-Werten gereinigt, die dabei abgeschiedenen Materialien werden in einem Eindicker konzentriert. Ein spezialisierter Partner gewinnt anschließend aus dem unraffinierten Halbleitermaterial wieder Halbleiterrohstoffe für neue Module.
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