Netzparität

Der Begriff Netzparität – oder Englisch "Grid Parity" – wird häufig verwendet, um das Ziel der Technologie- und Geschäftsentwicklung in der Photovoltaik im Speziellen und für Energieerzeugung im Allgemeinen zu beschreiben.

Das heutige Stromnetz und die Energieversorger stellen jedem Kunden Energie zur Verfügung, für die ein Preis zu entrichten ist. Dieser Preis setzt sich aus verschiedenen Komponenten wie Erzeugungskosten, Verteilungskosten und Steuern zusammen:
  • Die Erzeugungskosten sind diejenigen Kosten, die bei der Produktion der Energie anfallen. Da aber stets mehrere Energieerzeugungssysteme in Konkurrenz stehen, wird dieser Kostenanteil in Deutschland an der Leipziger Strombörse gebildet, an der die erzeugten Energiemengen gehandelt und verteilt werden.
  • Die Verteilungskosten spiegeln diejenigen Kosten wider, die bei der Leitung der Energie vom Erzeugungsort zum Endverbraucher entstehen.
Wenn nun eine Photovoltaikanlage Strom produziert, kann man für diese Anlagen ebenfalls die Kosten errechnen, zu denen eine Kilowattstunde Strom produziert werden kann, ausgehend vom Preis der Anlage, der örtlichen Einstrahlung und der erwarteten Lebensdauer einer Photovoltaikanlage. Durch die Menge an Parametern variieren diese Kosten sehr stark und liegen momentan bei 0,2-0,3 EUR/kWh.

Sind die Kosten pro Kilowattstunde Solarstrom niedriger oder gleich den Kosten einer Kilowattstunde Strom aus dem Netz, spricht man von Netzparität.

Man kann also relativ einfach erkennen, dass Netzparität ein sehr individuelles Phänomen ist, denn für den Vergleich der Kosten sind sehr viele Parameter zu beantworten. Trotzdem ist die Photovoltaik durch die kontinuierlichen Kostensenkungen der Systeme und die Verlängerung der Lebensdauer von Photovoltaikanlagen auf einem guten Wege, in immer mehr Fällen eine lokale Alternative zum Netzstrom zu bieten.
Netzparität
 
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