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Colexon
Messposition 13 — Wärmeabgabe

Heizkörper mit Ventilator: was er bringt, was er kostet, wohin er gehört

Ein Lüfter unter dem Heizkörper erzeugt keine zusätzliche Wärme. Er holt die vorhandene schneller heraus — und genau darin liegt der Nutzen, wenn die Vorlauftemperatur sinken soll.

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  1. Frontplatte
  2. Konvektionsbleche
  3. Thermostatventil
  4. Rücklaufverschraubung
Blick dicht über dem Boden entlang der Unterkante eines Flachheizkörpers: der Spalt zum Dielenboden und die eng stehenden Konvektorlamellen dahinter
Der Spalt unter dem Heizkörper ist die Stelle, an der ein Lüfter ansetzt. Reicht eine Verkleidung bis zum Boden, gibt es nichts anzusaugen und die ganze Maßnahme läuft leer.

Was ein Ventilator am Heizkörper physikalisch tut

Ein Heizkörper gibt seine Leistung auf zwei Wegen ab: als Strahlung von der Frontplatte und als Konvektion aus den Lamellen dahinter. Bei einem flachen Typ 11 überwiegt die Strahlung, bei einem Typ 22 mit zwei Lamellenpaketen ist die Konvektion der größere Anteil. Und dieser Anteil hängt daran, wie schnell Luft durch die Lamellen zieht — von allein tut sie das langsam, getrieben nur vom Auftrieb der erwärmten Luft selbst.

Ein Ventilator erzwingt diesen Durchsatz. Er erzeugt dabei keine einzige zusätzliche Kilowattstunde: Die Wärme kommt weiterhin aus dem Wasser, und was der Heizkörper insgesamt abgeben kann, begrenzt die Vorlauftemperatur. Was sich ändert, ist die Geschwindigkeit — und damit die Temperatur, bei der eine bestimmte Leistung noch erreicht wird. Genau das ist der Punkt, an dem ein Lüfter für 20 Euro auf eine Anlage für 20 000 einwirkt.

Warum das an einer Wärmepumpe interessanter ist als an einem Gaskessel

Der Zusammenhang steht ausführlich im Abschnitt zur Leistungszahl: Jeder Erzeuger, der Wärme auf ein höheres Niveau hebt, wird schlechter, je größer der Sprung ist. Von 35 auf 55 °C Vorlauf kostet 28 bis 38 Prozent der Leistungszahl, bei identischem Gerät.

Ein Heizkörper, der bei 45 °C dieselbe Wärmemenge abgibt wie vorher bei 55, verschiebt also die ganze Anlage in einen besseren Betriebspunkt. Der übliche Weg dorthin sind größere Heizkörper — mehr Fläche, gleiche Leistung bei niedrigerer Temperatur. Der Ventilator ist die kleine Variante desselben Gedankens: Er vergrößert nicht die Fläche, sondern nutzt die vorhandene besser aus. Wo ein Austausch an der Nische, am Budget oder am Mietvertrag scheitert, ist er das, was übrig bleibt.

An einem Gas-Brennwertgerät gilt derselbe Mechanismus mit kleinerem Hebel: Auch dort ist eine niedrigere Rücklauftemperatur bares Geld, weil die Kondensation daran hängt. Nur ist der prozentuale Gewinn geringer als bei einer Wärmepumpe, deren Arbeitszahl direkt am Temperatursprung hängt.

Leistung eines Typ-22-Heizkörpers nach Vorlauftemperatur — Anteil des Normwertes bei 75 °C

75 °C Vorlauf (Normbedingung)
100 %
65 °C Vorlauf
rund 77 %
55 °C Vorlauf
rund 55 %
45 °C Vorlauf
rund 35 %
Die Leistungsangabe auf dem Datenblatt gilt für 75/65/20 °C. Bei 45 °C Vorlauf bleibt rund ein Drittel davon übrig — das ist der Grund, warum ein Heizkörper an einer Wärmepumpe größer sein muss oder besser durchströmt werden will.

Was der Lüfter selbst verbraucht

Die Rechnung ist kurz genug, um sie im Kopf zu machen, und sie entscheidet den Fall. Ein Lüfter zieht 1 bis 5 Watt; ein Satz von vier Stück unter einem 1,20-Meter-Heizkörper liegt bei etwa 20 Watt. Läuft er über eine Heizsaison von 180 Tagen täglich acht Stunden, sind das 29 Kilowattstunden — bei 35 Cent gut zehn Euro im Jahr.

Dagegen steht kein Wärmegewinn, sondern eine Temperatursenkung. Wer die Vorlauftemperatur einer Luft-Wasser-Wärmepumpe dauerhaft um fünf Grad senken kann, verbessert die Arbeitszahl um eine Größenordnung, die bei einem Jahresbedarf von 13 000 Kilowattstunden Wärme deutlich über diesen zehn Euro liegt. Der Lüfter ist damit eine der wenigen Maßnahmen, deren eigener Verbrauch im Vergleich zum Effekt vernachlässigbar bleibt — vorausgesetzt, die Senkung findet wirklich statt und wird an der Heizkurve auch eingestellt.

Bauarten im Vergleich — Leistungsaufnahme, Ansteuerung und wofür sie gedacht sind
BauartAufnahme je LüfterAnsteuerungGedacht für
Fertiger Nachrüstsatz1–3 WThermofühler am Vorlauf, automatischHeizkörper im Bestand, Nachrüstung ohne Werkzeug
Eigenbau mit PC-Lüftern2–5 WNetzteil plus Thermoschalter, selbst zu ergänzenwer ohnehin bastelt; ohne Schaltung unbrauchbar
Thermoelektrisch, ohne Strom0 Wkeine, läuft ab einer TemperaturdifferenzKaminofen mit heißem Rohr, nicht der Radiator
Heizkörper mit Lüfter ab Werk2–15 Weigene Regelung, oft mehrstufigNeubau und Sanierung mit niedriger Vorlauftemperatur

Ventilator ohne Strom: wo die Grenze liegt

Thermoelektrische Lüfter kommen ohne Anschluss aus. Ein Peltier-Element zwischen der heißen Fläche und einem Kühlkörper erzeugt aus der Temperaturdifferenz die Spannung für den Motor — je größer die Differenz, desto schneller dreht er. Das funktioniert gut auf einem Kaminofen, dessen Oberfläche 200 Grad erreicht, und schlecht an einem Heizkörper mit 45 bis 55 Grad: Dort reicht die Differenz kaum, um den Motor überhaupt anlaufen zu lassen.

Wer „ohne Strom" sucht, sucht deshalb meistens etwas anderes: einen Lüfter, der sich selbst ein- und ausschaltet, statt dauerhaft zu laufen. Das leistet ein Thermofühler am Vorlaufrohr für wenige Euro, und der Lüfter braucht dann zwar Strom, aber eben nur dann, wenn der Heizkörper tatsächlich warm ist.

Montage: unter den Heizkörper, blasend nach oben

Der Lüfter gehört unter die Lamellen und drückt die kalte Bodenluft nach oben hinein. Von oben saugend arbeitet er gegen den Auftrieb, braucht mehr Drehzahl für denselben Durchsatz und wird dadurch hörbar. Zwei Maße entscheiden über das Ergebnis:

Freier Zulauf unten. Zwischen Unterkante Heizkörper und Boden müssen mindestens zehn Zentimeter frei bleiben, und eine Verkleidung, die bis zum Boden reicht, macht die Montage sinnlos — es gibt dann nichts anzusaugen. Dasselbe gilt für einen Heizkörper hinter einer geschlossenen Bank oder einem langen Vorhang.

Drehzahl statt Anzahl. Vier langsam drehende Lüfter sind leiser und bewegen mehr Luft als zwei schnelle. Über etwa 800 Umdrehungen in der Minute wird das Geräusch im Wohnraum wahrnehmbar, und ein Heizkörperlüfter, den man hört, wird abgeschaltet — womit er nichts mehr spart. Wer den Satz selbst zusammenstellt, wählt deshalb große, langsame Lüfter statt kleiner schneller.

Was ein Satz kostet und was daneben anfällt

Fertige Nachrüstsätze für einen Heizkörper von einem Meter liegen bei 30 bis 80 Euro, je nach Zahl der Lüfter und ob ein Thermofühler dabei ist. Ohne Fühler sind es 15 bis 30 Euro, dann muss er ergänzt werden — ein Anlegethermostat für das Vorlaufrohr kostet unter zwanzig. Ein Eigenbau aus vier 120-Millimeter-Gehäuselüftern, einem Steckernetzteil und einem Thermoschalter kommt auf etwa 25 Euro, kostet aber eine Stunde Arbeit und einen Nachmittag Kabelverlegen, wenn es unsichtbar werden soll.

Die Position, die in keinem Angebot steht, ist die Steckdose. Ein Heizkörper unter dem Fenster hat selten eine in Reichweite, und ein sichtbares Kabel über die Wand ist genau das, was die Maßnahme im Wohnzimmer scheitern lässt. Vor dem Kauf gehört deshalb die Frage geklärt, woher der Lüfter seine 12 Volt bekommt und wie das Kabel dorthin kommt — bei mehreren Heizkörpern lohnt ein zentrales Netzteil im Nebenraum mehr als vier einzelne Stecker.

Wann der Lüfter das falsche Werkzeug ist

Drei Fälle sehen aus wie ein Anwendungsfall und sind keiner. Wird ein Heizkörper nur oben warm, sitzt Luft im System oder das Ventil öffnet nicht — ein Lüfter bläst dann durch kalte Lamellen. Werden entfernte Räume nicht warm, während die nahen überheizen, fehlt der hydraulische Abgleich; der Lüfter verschiebt das Problem nur an eine andere Stelle. Und ist der Heizkörper schlicht zu klein für den Raum, verschafft er ein paar Prozent, wo zwanzig fehlen.

In allen drei Fällen ist der Lüfter nicht schädlich, nur wirkungslos — und die eigentliche Ursache bleibt. Die Reihenfolge, die im Überblick über die Heizsysteme steht, gilt auch hier: erst die Verteilung in Ordnung bringen, dann optimieren.

Die Leistungsangabe lesen, bevor gerechnet wird

Jede Zahl auf einem Heizkörper-Datenblatt gilt für einen Normfall: 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf, 20 °C Raumtemperatur — kurz 75/65/20. Ein Heizkörper mit „1 400 Watt" liefert diese 1 400 Watt also nur, wenn die Anlage so heiß gefahren wird, wie es vor dreißig Jahren üblich war. Bei 55/45/20 bleiben rund 55 Prozent davon, bei 45/35/20 rund ein Drittel. Wer die Wärmepumpe plant und mit den Datenblattzahlen der vorhandenen Heizkörper rechnet, rechnet um den Faktor drei zu optimistisch.

Das ist der Grund, warum die Frage nach dem Ventilator fast immer aus der Wärmepumpen-Ecke kommt und selten aus der Gas-Ecke. An 75 °C hat kaum ein Heizkörper ein Leistungsproblem. An 45 °C haben es fast alle, und dann gibt es genau drei Wege: größere Heizkörper, mehr Fläche durch einen zusätzlichen Körper, oder die vorhandene Fläche besser durchströmen. Der Ventilator ist der dritte, und er ist der einzige, der ohne Eingriff in die Rohrleitung auskommt.

Wie viel es tatsächlich bringt — und wie Sie es nachmessen

Herstellerangaben zwischen „bis zu 30 Prozent" und „bis zu 80 Prozent mehr Leistung" stehen im Raum, und beide können stimmen, weil sie verschiedene Ausgangspunkte meinen. Der Gewinn ist umso größer, je größer der Konvektionsanteil des Heizkörpers ist und je niedriger die Vorlauftemperatur: An einem Typ 22 bei 40 °C ist er erheblich, an einem flachen Typ 11 bei 70 °C fast nicht messbar. Eine Zahl aus dem Prospekt auf den eigenen Heizkörper zu übertragen, geht deshalb nicht.

Messbar ist es aber, und zwar mit zwei Thermometern und einer halben Stunde. Notieren Sie die Temperatur am Vorlaufrohr und am Rücklaufrohr des Heizkörpers, jeweils dicht am Anschluss. Die Differenz zwischen beiden — die Spreizung — sagt, wie viel Wärme der Körper dem Wasser tatsächlich entzieht. Läuft der Lüfter, muss diese Spreizung größer werden: Das Wasser kommt kälter zurück, weil mehr Wärme im Raum geblieben ist. Wird sie nicht größer, tut der Lüfter nichts, und die Ursache liegt woanders.

Die zweite Messung ist die eigentliche: Senken Sie nach ein paar Tagen die Heizkurve um fünf Grad und prüfen Sie, ob die Räume weiterhin warm werden. Erst wenn das gelingt, ist der Lüfter mehr als ein Komfortgewinn — vorher hat er nur dafür gesorgt, dass der Raum schneller die Temperatur erreicht, die er auch vorher erreicht hat.

Thermostatventil und Lüfter arbeiten gegeneinander, wenn man es zulässt

Ein Thermostatventil misst die Lufttemperatur an seinem eigenen Fühler, also unmittelbar am unteren Ende des Heizkörpers. Ein Lüfter, der von unten warme Luft an genau dieser Stelle vorbeischiebt, kann den Fühler früher erwärmen als den Raum — das Ventil schließt, obwohl es im Zimmer noch kühl ist. Das Ergebnis ist ein Heizkörper, der taktet, und ein Raum, der die Solltemperatur nicht erreicht.

Der Fall tritt nicht immer ein, aber wenn er eintritt, sieht er nach einem defekten Ventil aus. Zwei Abhilfen: den Lüfter so setzen, dass sein Luftstrom nicht direkt am Thermostatkopf entlang zieht, oder den Kopf gegen einen mit Fernfühler tauschen, der die Raumtemperatur dort misst, wo sie zählt. In einem Raum mit Fernfühler oder Einzelraumregelung stellt sich die Frage ohnehin nicht.

Geräusch: die Grenze, an der die Maßnahme scheitert

Ein Lüfter, den man hört, wird ausgeschaltet — und ein ausgeschalteter Lüfter spart nichts. Deshalb ist das Geräusch nicht ein Komfortdetail, sondern die Bedingung, unter der die ganze Maßnahme überhaupt wirkt. Drei Dinge entscheiden darüber.

Die Drehzahl. Derselbe Luftdurchsatz lässt sich mit vielen langsamen oder wenigen schnellen Lüftern erreichen; hörbar wird fast immer die Drehzahl, nicht die Menge. Über etwa 800 Umdrehungen je Minute tritt ein Rauschen auf, das in einem ruhigen Wohnraum abends stört. Die Lagerung. Gleitlager sind billiger und werden nach ein bis zwei Jahren hörbar; Kugellager halten länger leise. Die Entkopplung. Ein Lüfter, der starr am Blech des Heizkörpers verschraubt ist, macht diesen zur Membran. Gummipuffer oder eine Filzunterlage kosten nichts und nehmen das Brummen heraus.

Mietwohnung: was ohne Zustimmung geht

Ein Nachrüstsatz, der lose unter dem Heizkörper liegt oder mit Magneten an dessen Unterseite hängt und über eine Steckdose läuft, ist kein Eingriff in die Bausubstanz und keine Änderung an der Heizungsanlage. Er ist damit dasselbe wie ein Ventilator im Zimmer und braucht niemandes Zustimmung; beim Auszug wird er mitgenommen und nichts bleibt zurück.

Anders liegt es, sobald am Ventil, am Thermostatkopf oder an der Verrohrung etwas verändert wird, und ebenso bei einer fest verlegten Zuleitung. Beides gehört abgesprochen. Und in einer Wohnung mit Heizkostenverteilern am Heizkörper ist ein Punkt zu bedenken, der leicht übersehen wird: Die Verteiler messen die Oberflächentemperatur des Körpers, nicht die abgegebene Wärme. Ein Lüfter, der die Oberfläche kühler hält, während mehr Wärme in den Raum geht, kann die abgelesenen Einheiten senken, ohne dass weniger verbraucht wurde — was in der Abrechnung als Vorteil erscheint, aber gegenüber der Eigentümergemeinschaft keine saubere Grundlage ist.

Was vor dem Kauf steht

Zwei Angaben, in dieser Reihenfolge. Erstens die Bauhöhe unter dem Heizkörper: Sie entscheidet, welche Lüftergröße überhaupt passt und ob genug Luft nachströmt. Zweitens die Frage, ob die Vorlauftemperatur anschließend tatsächlich gesenkt wird — an der Heizkurve, nicht nur in der Absicht. Bleibt sie, wo sie war, wird der Raum ein wenig schneller warm und der Lüfter kostet zehn Euro im Jahr. Erst die Senkung macht ihn zu einer Maßnahme, die sich rechnet.

Häufige Fragen

Bringt ein Ventilator am Heizkörper wirklich mehr Wärme?

Er bringt nicht mehr Wärme, er holt die vorhandene schneller heraus. Ein Heizkörper gibt seine Leistung zu einem großen Teil über Konvektion ab, und die Luft steigt von allein nur langsam durch die Lamellen. Ein Ventilator erzwingt diesen Durchsatz. Die Wärmemenge im Wasser bleibt dieselbe; sie kommt nur früher und bei niedrigerer Vorlauftemperatur im Raum an.

Wie viel Strom verbraucht so ein Lüfter?

Wenig. Übliche Bausätze liegen bei 1 bis 5 Watt je Lüfter, ein Satz von drei bis vier Stück also unter 20 Watt. Über eine Heizsaison von 180 Tagen mit acht Stunden Laufzeit sind das rund 29 Kilowattstunden, bei 35 Cent gut zehn Euro. Das ist die eine Zahl, die den Nutzen entscheidet: der Effekt muss nur diese zehn Euro schlagen, nicht mehr.

Gibt es Heizkörperventilatoren ohne Strom?

Ja, und sie funktionieren — aber schwächer. Thermoelektrische Modelle nutzen den Seebeck-Effekt: eine Temperaturdifferenz am Peltier-Element erzeugt die Spannung für einen kleinen Lüfter. Sie brauchen dafür eine große Differenz und laufen deshalb an einem 60-Grad-Ofenrohr gut und an einem 45-Grad-Heizkörper kaum. Für den klassischen Kaminofen sind sie gedacht, nicht für den Radiator.

Kann ich einen Heizkörperventilator selber bauen?

Technisch ja — PC-Lüfter, ein 12-Volt-Netzteil und ein Thermoschalter sind alle Teile. Zwei Punkte entscheiden, ob es taugt: der Lüfter muss langsam drehen dürfen (unter 800 Umdrehungen, sonst hört man ihn), und er braucht eine Temperatursteuerung, damit er nicht läuft, wenn der Heizkörper kalt ist. Ohne die zweite bläst er im Sommer kalte Luft in den Raum.

Wohin gehört der Ventilator — unter den Heizkörper oder oben?

Unter ihn, blasend nach oben. Der Lüfter drückt die kalte Bodenluft in die Lamellen; sie steigt erwärmt oben aus. Von oben saugend arbeitet er gegen den natürlichen Auftrieb und wird lauter, weil er mehr Drehzahl braucht. Freier Zulauf unten ist Voraussetzung — eine bis zum Boden reichende Verkleidung macht die ganze Übung zunichte.

Für wen lohnt sich das und für wen nicht?

Es lohnt sich dort, wo die Vorlauftemperatur bereits niedrig ist oder gesenkt werden soll: an einer Wärmepumpe mit alten Heizkörpern, in einem Raum, der als einziger nicht warm wird, hinter einer Nische. Es lohnt sich nicht als Ersatz für einen hydraulischen Abgleich, nicht bei einem Heizkörper, der wegen Luft im System nur oben warm wird, und nicht als Weg, eine zu klein dimensionierte Anlage zu retten.