Was die Wartung Wärmepumpe jährlich umfasst
Anders als ein Brennwertkessel hat eine Wärmepumpe keinen Brenner, keine Abgasführung und keine Verbrennungsrückstände. Der Wartungsumfang ist deshalb kleiner, aber er ist nicht null — und die Punkte, die anfallen, wirken sich unmittelbar auf die Arbeitszahl und damit auf den Stromverbrauch aus. Was die Wartung Wärmepumpe im Jahr tatsächlich verlangt, steht in der folgenden Übersicht.
| Position | Luft-Wasser | Sole-Wasser | Wirkung bei Vernachlässigung |
|---|---|---|---|
| Verdampferlamellen reinigen | jährlich | entfällt | Leistungsverlust, häufigerer Abtaubetrieb |
| Kondensatablauf prüfen | jährlich | entfällt | Vereisung der Bodenwanne im Winter |
| Soledruck und Frostschutz | entfällt | jährlich | Abschaltung, im Extremfall Sondenschaden |
| Heizungswasser: Druck, Entlüftung | jährlich | jährlich | Umwälzverluste, Geräusche |
| Schmutzfänger und Filter | jährlich | jährlich | Volumenstrom sinkt, Verdichter taktet |
| Regelung und Heizkurve prüfen | jährlich | jährlich | zu hohe Vorlauftemperatur, dauerhaft schlechtere Arbeitszahl |
| Dichtheitsprüfung Kältekreis | ab Schwellenwert | ab Schwellenwert | schleichender Kältemittelverlust |
Die letzte Zeile folgt keiner Gewohnheit, sondern der EU-Verordnung 517/2014: Ab einer Füllmenge, die fünf Tonnen CO₂-Äquivalent entspricht, ist die Dichtheitsprüfung vorgeschrieben. Viele Einfamilienhausanlagen liegen mit hermetisch geschlossenem Kreis darunter — die Grenze steht im Typenschild, nicht im Wartungsvertrag.
Die praktisch wichtigste Zeile ist jedoch die vorletzte. Eine Heizkurve, die zwei Grad zu hoch eingestellt ist, kostet über die Heizperiode mehr als jede versäumte Lamellenreinigung. Die Wärmepumpe Wartung ist damit weniger eine Reparaturvorsorge als eine jährliche Kontrolle der Betriebsparameter.
- Verdampfer, berippt
- Ventilator
- Verdichter
- Kältekreis zum Haus
Stromverbrauch: die Jahresarbeitszahl entscheidet
Der Stromverbrauch ergibt sich nicht aus der Geräteleistung, sondern aus dem Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Diese eine Zahl beschreibt, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden — gemessen über ein ganzes Jahr, einschließlich Abtaubetrieb, Pumpenstrom und Heizstab.
Jahresstromverbrauch bei 10.000 kWh Wärmebedarf nach Jahresarbeitszahl
Auf den Tag heruntergerechnet ergibt das im Jahresmittel acht bis elf Kilowattstunden. Der Winterwert liegt deutlich darüber: An einem Tag um den Gefrierpunkt sind 15 bis 30 Kilowattstunden normal, weil die Heizlast steigt und die Arbeitszahl gleichzeitig sinkt. Wer luftwärmepumpe kosten pro monat überschlagen will, rechnet deshalb nicht mit einem Zwölftel des Jahreswerts, sondern verteilt den Verbrauch auf die Heizperiode.
Drei Stellgrößen bestimmen die Arbeitszahl im Bestand, und alle drei liegen im Haus, nicht im Gerät: die Vorlauftemperatur, der hydraulische Abgleich und die Frage, ob die Anlage takten muss. Jedes Grad weniger Vorlauf bringt grob zweieinhalb Prozent. Der Weg von 55 auf 40 Grad — meist über größere Heizflächen — bringt entsprechend ein Drittel.
Warmwasser: eigener Kreis oder mitgeführt
Warmwasser ist der Betriebsfall, der die Jahresarbeitszahl am stärksten drückt, weil er ganzjährig anfällt und eine höhere Temperatur verlangt als die Heizung. Während die Fußbodenheizung mit 35 Grad Vorlauf auskommt, braucht der Speicher 50 bis 60 Grad. Wie groß er dafür ausfallen muss und warum die Anode über seine Lebensdauer entscheidet, steht unter Warmwasserspeicher.
- Mitgeführt über die Heizungswärmepumpe. Der Regelfall im Neubau. Die Anlage schaltet auf Warmwasserbetrieb um und fährt die Vorlauftemperatur hoch. Praktisch, kostet aber im Sommer eine schlechtere Arbeitszahl, weil die Anlage nur noch für diesen einen Zweck läuft.
- Eigene Warmwasser-Wärmepumpe. Ein Standgerät im Keller, das der Raumluft Wärme entzieht. Arbeitszahlen um 3, kühlt und entfeuchtet den Aufstellraum nebenbei — im Keller meist erwünscht. Die Frage, ob eine wärmepumpe für warmwasser sinnvoll ist, beantwortet sich über den Aufstellraum: Er braucht ausreichend Volumen und darf nicht auskühlen dürfen.
- Frischwasserstation statt Speicher. Erwärmt im Durchfluss, hält kein Warmwasser vor und umgeht damit die Legionellenfrage weitgehend. Verlangt aber einen ausreichend großen Pufferspeicher auf der Heizungsseite.
Bei Speichern ab 400 Litern in Mehrfamilienhäusern greifen die Anforderungen des DVGW-Arbeitsblatts W 551 an die Legionellenprophylaxe. Im Einfamilienhaus mit kleinem Speicher gilt das nicht, ein regelmäßiger Aufheizvorgang bleibt trotzdem sinnvoll.
Aufstellen: außen, innen oder geteilt
Der Aufstellort entscheidet über Geräusch, Leistung und darüber, wie viel Bauarbeit anfällt.
| Variante | Platzbedarf | Zu beachten |
|---|---|---|
| Monoblock außen | Fundament, 1 m Freiraum vorn | Schallabstand zur Nachbargrenze; Frostschutz der Leitungen ins Haus |
| Split, Außen- und Inneneinheit | Außengerät plus Technikraum | Kältekreis, damit Sachkundenachweis bei der Inbetriebnahme |
| Wärmepumpe im Keller aufstellen, Luft-Wasser | ca. 2 m² plus Kanäle | zwei Luftkanäle mit ausreichendem Querschnitt, sonst Kurzschlussströmung |
| Sole-Wasser mit Erdsonde | Technikraum, Bohrpunkt | wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde |
| Sole-Wasser mit Flächenkollektor | etwa das 1,5- bis 2-fache der beheizten Fläche | Fläche darf nicht überbaut oder tief verwurzelt bepflanzt werden |
Der häufigste Fehler bei der Außenaufstellung ist die Nische. Steht das Gerät in einer Ecke, zwischen Hauswand und Garagenwand oder hinter einer geschlossenen Verkleidung, saugt es die eigene abgekühlte Abluft wieder an. Die Folge ist ein messbarer Leistungsverlust bei genau den Außentemperaturen, bei denen die Anlage gebraucht wird.
Wer die Wärmepumpe im Keller aufstellen will, löst das Geräuschthema nach außen, handelt sich aber die Luftführung ein: Zwei Kanäle, ausreichender Querschnitt, ausreichender Abstand zwischen Ansaug- und Ausblasöffnung. Werden sie zu knapp bemessen, entsteht dieselbe Kurzschlussströmung wie in der Nische — nur unsichtbar.
Geräusch und Nachbarschaft
Für Außeneinheiten gelten die Immissionsrichtwerte der TA Lärm: in allgemeinen Wohngebieten 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts am maßgeblichen Immissionsort, also am Fenster des Nachbarn. Ein Gerät mit einer Schallleistung von 55 dB(A) hält den Nachtwert bei freier Aufstellung typischerweise ab einigen Metern Abstand ein — die genaue Zahl folgt aus Abstand, Reflexionsflächen und Abstrahlrichtung.
Drei Maßnahmen wirken zuverlässig: die Abstrahlrichtung von der Nachbargrenze weg drehen, den Nachtmodus des Geräts aktivieren, der die Verdichterdrehzahl begrenzt, und die Aufstellung auf einem entkoppelten Fundament statt direkt an der Hauswand. Schallschutzhauben helfen nur, wenn sie den Luftweg nicht einengen.
Wann sich die Wartung nicht aufschieben lässt
- Die Vorlauftemperatur steigt, ohne dass es kälter wird. Meist ein Zeichen für sinkenden Volumenstrom — Schmutzfänger, Filter oder Luft im System.
- Der Verdichter taktet häufiger als früher. Zu geringe Abnahme, oft nach dem Schließen von Heizkreisen oder bei defektem Puffermanagement.
- Die Kühlleistung im Sommerbetrieb lässt nach. Bei Anlagen mit aktiver Kühlung der erste sichtbare Hinweis auf Kältemittelverlust. Wo die Flächenkühlung nicht reicht, übernimmt ein Klimagerät die Spitzenlast.
- Eisbildung an der Bodenwanne im Winter. Der Kondensatablauf ist verstopft oder nicht frostsicher geführt.
Was der Betrieb im Monat kostet
Der Jahreswert ist die ehrlichere Zahl, aber gefragt wird nach dem Monat. Wer luftwärmepumpe kosten pro monat überschlagen will, braucht drei Angaben: den Wärmebedarf des Gebäudes, die Jahresarbeitszahl und den Arbeitspreis für Strom. Alles andere folgt daraus.
| Monat | Anteil am Jahresbedarf | Strom bei JAZ 3,5 | Kosten |
|---|---|---|---|
| Januar | 17 % | 490 kWh | 147 € |
| Februar | 15 % | 430 kWh | 129 € |
| März | 12 % | 345 kWh | 104 € |
| April | 8 % | 230 kWh | 69 € |
| Juni bis August | je 2 % | je 57 kWh | je 17 € |
| November | 11 % | 315 kWh | 95 € |
| Dezember | 15 % | 430 kWh | 129 € |
Die Sommermonate sind nicht null, weil das Warmwasser weiterläuft. Genau dieser Sockel — je nach Haushalt 40 bis 80 Kilowattstunden im Monat — ist der Grund, warum die Jahresarbeitszahl im Juli am schlechtesten ist: Die Anlage arbeitet dann ausschließlich im ungünstigsten Betriebspunkt.
Ein Wärmepumpentarif senkt den Arbeitspreis gegenüber dem Haushaltsstrom spürbar, verlangt aber einen getrennten Zähler und akzeptiert Sperrzeiten des Netzbetreibers von bis zu dreimal zwei Stunden am Tag. Für ein Gebäude mit Pufferspeicher und träger Fußbodenheizung sind diese Sperrzeiten ohne Komfortverlust überbrückbar; für eine Anlage mit Heizkörpern und kleinem Puffer nicht immer.
Warmwasser: wann sich ein eigenes Gerät trägt
Die Frage, ob eine wärmepumpe für warmwasser sinnvoll ist, hängt weniger am Gerät als am Vergleich, gegen den gerechnet wird. Gegen einen elektrischen Speicher gewinnt sie fast immer: Statt einer Kilowattstunde Strom je Kilowattstunde Wärme liefert sie drei. Bei 2.500 Kilowattstunden Warmwasserbedarf im Jahr sind das rund 1.650 Kilowattstunden weniger Strom.
Gegen eine bestehende Gastherme rechnet sie sich langsamer, weil dort die Wärme günstiger erzeugt wird als der Strompreis suggeriert. Und gegen die Heizungswärmepumpe, die das Warmwasser mitführt, gewinnt sie nur, wenn der Aufstellraum die entzogene Wärme verkraftet und der Sommerbetrieb der Hauptanlage dadurch tatsächlich entfällt.
- Aufstellraum: mindestens etwa 20 Kubikmeter Luftvolumen; ein kleiner Abstellraum kühlt aus und die Arbeitszahl bricht ein.
- Nebeneffekt: Das Gerät entfeuchtet den Keller — im Altbau oft der eigentliche Gewinn.
- Gegenanzeige: Steht das Gerät in einem beheizten Raum, entzieht es genau die Wärme, für die anderswo bezahlt wurde.
Förderung und was sie voraussetzt
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude fördert den Einbau einer Wärmepumpe im Bestand mit einer Grundförderung, die durch Zuschläge für den Austausch alter Heizungen und für natürliche Kältemittel steigen kann. Die Sätze und Obergrenzen ändern sich mit der jeweils geltenden Richtlinie; verbindlich ist immer der Stand zum Zeitpunkt der Antragstellung, und der Antrag steht vor dem Auftrag.
Zwei Bedingungen sind unabhängig von der Höhe stabil geblieben. Die Anlage muss die geforderte Effizienz nachweisen, was in der Praxis eine ausreichend niedrige Vorlauftemperatur bedeutet. Und ein hydraulischer Abgleich ist Teil der Nachweisführung — dieselbe Maßnahme, die auch ohne Förderung den größten Einzeleffekt auf die Arbeitszahl hat.
Der Wartungsvertrag und was darin stehen sollte
Ein Vertrag über die Wartung Wärmepumpe ist kein Pflichtdokument, aber in den meisten Herstellergarantien die Bedingung für die verlängerte Laufzeit. Drei Punkte lohnen den Blick, bevor unterschrieben wird.
- Leistungsumfang statt Pauschale. Der Vertrag sollte die Positionen einzeln nennen — Lamellen, Kondensat, Soledruck, Filter, Heizkurve. „Jährliche Wartung nach Herstellervorgabe" ist keine Leistungsbeschreibung.
- Messwerte im Protokoll. Vorlauf, Rücklauf, Volumenstrom, Soledruck und Betriebsstunden gehören dokumentiert. Erst der Vergleich über die Jahre zeigt, ob eine Anlage schleichend schlechter wird.
- Reaktionszeit bei Störung. Im Januar entscheidet nicht der Preis, sondern wie schnell jemand kommt.
Was zwischen den Terminen selbst erledigt werden kann, ist überschaubar und wirkt trotzdem: Laub und Schnee vom Verdampfer freihalten, den Anlagendruck am Manometer ablesen, die Betriebsstunden und den Zählerstand einmal im Monat notieren. Diese drei Werte zeigen einen Defekt früher als jede jährliche Wartung Wärmepumpe es könnte.
Wärmepumpe im Bestand mit Heizkörpern
Der verbreitete Satz, eine Wärmepumpe brauche zwingend eine Fußbodenheizung, ist zu grob. Entscheidend ist nicht die Art der Heizfläche, sondern die Vorlauftemperatur, mit der das Gebäude an einem kalten Tag auskommt. Viele Bestandsanlagen sind auf 70 Grad ausgelegt, laufen tatsächlich aber mit deutlich weniger — die Auslegung stammt aus einer Zeit vor Fenstertausch und Dachdämmung.
Der Nachweis ist einfach und kostet nichts: An einem kalten Tag die Vorlauftemperatur so weit senken, bis ein Raum die Solltemperatur nicht mehr hält. Der zuletzt funktionierende Wert ist die reale Auslegungstemperatur. Liegt er bei 55 Grad oder darunter, arbeitet eine Wärmepumpe mit vertretbarer Arbeitszahl; bei 60 Grad und mehr lohnt sich zuerst der Blick auf einzelne Räume statt auf das ganze Haus.
Meist sind es zwei oder drei Räume, die den hohen Vorlauf erzwingen — Nordzimmer, Bad, ein Raum mit zu kleinem Heizkörper aus einem früheren Umbau. Werden nur dort die Heizflächen vergrößert, sinkt die Auslegungstemperatur für das gesamte Gebäude. Das ist regelmäßig deutlich günstiger als der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung im Bestand, verursacht keinen Eingriff in den Estrich und wirkt auf die Jahresarbeitszahl in derselben Größenordnung wie die große Lösung.
Kältemittel: was Propan an der Aufstellung ändert
Neue Wärmepumpen arbeiten zunehmend mit Propan als Kältemittel, geführt als R290. Der Grund ist der Treibhauseffekt im Fall einer Leckage: Propan liegt dort um Größenordnungen unter den fluorierten Gasen, die es ablöst. Technisch ist es außerdem gut geeignet, höhere Vorlauftemperaturen zu erreichen, was im Bestand mit Heizkörpern zählt.
Die Eigenschaft, die den Unterschied macht, ist die Brennbarkeit. Daraus folgen keine Verbote, aber Abstände. Um das Gerät herum gilt ein Bereich, in dem keine Zündquelle und keine Öffnung liegen darf, durch die austretendes Gas in tiefer liegende Räume gelangen kann — also keine Kellerschächte, Lichtschächte oder Kellerfenster in unmittelbarer Nähe, weil Propan schwerer als Luft ist und nach unten fließt. Der Hersteller gibt diesen Bereich für jedes Gerät konkret an; er ist bei den üblichen Außeneinheiten kleiner, als die meisten erwarten, aber er ist verbindlich.
Für die Planung heißt das: Der Aufstellort wird mit dem Datenblatt in der Hand festgelegt, nicht nach Geräuschabstand allein. Und bei einer Innenaufstellung, die mit Propan seltener, aber möglich ist, kommen Anforderungen an Raumgröße und Lüftung dazu. Wer beides früh klärt, vermeidet den Fall, dass ein Gerät bestellt ist und der vorgesehene Platz nicht trägt.
Was jedes Grad Vorlauftemperatur kostet
Die Jahresarbeitszahl steht auf jedem Datenblatt und wird trotzdem selten erklärt. Sie ist keine Eigenschaft des Geräts allein, sondern das Ergebnis eines Temperaturunterschieds: Eine Wärmepumpe hebt Wärme von der Quelle auf die Vorlauftemperatur, und je größer dieser Hub ist, desto mehr Strom kostet er. Die obere Grenze dafür ist keine Frage des Herstellers, sondern der Thermodynamik.
Sie lässt sich in einer Zeile hinschreiben. Mit den Temperaturen in Kelvin gilt für die theoretisch bestmögliche Leistungszahl COPCarnot = Twarm / (Twarm − Tkalt). Eine reale Maschine erreicht davon nur einen Bruchteil — den Gütegrad. Für die Frage, was ein Grad Vorlauf kostet, ist dieser Bruchteil aber gleichgültig: Vergleicht man zwei Betriebspunkte derselben Maschine, kürzt er sich heraus. Die folgende Darstellung ist deshalb exakt und gilt für jede Wärmepumpe, unabhängig von Fabrikat und Baujahr.
Leistungszahl bei höherer Vorlauftemperatur — Anteil des Wertes bei 35 °C Vorlauf
- Quelle −7 °C
- Quelle +2 °C
- Quelle +7 °C
Berechnet aus dem Carnot-Grenzwert. Der Gütegrad einer realen Maschine kürzt sich im Verhältnis zweier Betriebspunkte heraus, deshalb enthält die Darstellung keinen angenommenen Wirkungsgrad.
Zwei Dinge sind daran bemerkenswert. Erstens die Größenordnung: Zwanzig Grad mehr Vorlauf — der Unterschied zwischen einer Flächenheizung und einem heiß gefahrenen Heizkörperkreis — kosten rund ein Drittel der Leistungszahl. Zweitens die Richtung: Der prozentuale Verlust ist an einem milden Tag größer als an einem kalten. Wer die Heizkurve absenkt, gewinnt also am meisten in der Übergangszeit, und das ist der längste Teil der Heizperiode.
| Vorlauf | Quelle −7 °C | Quelle +2 °C | Quelle +7 °C |
|---|---|---|---|
| 35 °C | 7,3 | 9,3 | 11,0 |
| 40 °C | 6,7 | 8,2 | 9,5 |
| 45 °C | 6,1 | 7,4 | 8,4 |
| 50 °C | 5,7 | 6,7 | 7,5 |
| 55 °C | 5,3 | 6,2 | 6,8 |
| 60 °C | 5,0 | 5,7 | 6,3 |
| 65 °C | 4,7 | 5,4 | 5,8 |
Diese Zahlen sind Obergrenzen, keine Erwartungen. Was Anlagen im Bestand tatsächlich erreichen, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme im Feldtest WPsmart im Bestand gemessen: 56 bestehende Gebäude über fünf Jahre bis Mitte 2019, mit einer detaillierten Auswertung von Juli 2018 bis Juni 2019. Die 29 Luft/Wasser-Anlagen kamen dabei auf Jahresarbeitszahlen zwischen 2,5 und 3,8 bei einem Mittelwert von 3,1; die 12 Erdreich-Anlagen auf 3,3 bis 4,7 bei einem Mittelwert von 4,1.
Der Abstand zwischen diesen gemessenen Werten und den Zahlen in der Tabelle ist der Gütegrad — und er erklärt, warum ein Prospektwert und die eigene Abrechnung so weit auseinanderliegen können. Für die Praxis zählt aber weniger der Abstand als die Steigung: Sie gilt für jede Maschine gleich, und sie ist der Grund, warum sich größere Heizkörper und ein hydraulischer Abgleich auch dann rechnen, wenn die Wärmepumpe längst installiert ist.
Die Grafik weiterverwenden
Die Darstellung darf unter Angabe der Quelle auf anderen Seiten eingebunden werden. Weil sie keinen angenommenen Wirkungsgrad enthält, bleibt sie richtig, solange die Thermodynamik gilt — sie veraltet also nicht mit Energiepreisen oder Emissionsfaktoren. Der folgende Codeschnipsel bindet sie als eigenständige Seite ein; sie bringt ihre eigene Darstellung mit und übernimmt nichts von der Seite, in der sie steht.
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style="border:0"></iframe> Wer lieber ohne eingebettete Seite arbeitet, übernimmt die Werte aus der Tabelle oben und verweist auf diese Seite als Quelle. Die Rechenvorschrift steht in beiden Fällen daneben, sodass jede Zahl nachgeprüft werden kann.
Wärmepumpe auf dem Dachboden: was dagegen spricht und was dafür
Die Frage kommt fast immer aus derselben Lage: im Keller ist kein Platz, im Garten soll nichts stehen, und oben ist eine leere Fläche. Eine Wärmepumpe auf dem Dachboden ist technisch möglich, aber sie ist der Aufstellort mit den meisten Nebenbedingungen — und drei davon entscheiden das Ergebnis, bevor über das Gerät gesprochen wird.
Die Luftmenge. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Innenraum braucht zwei große Öffnungen nach außen, eine für die Ansaugung und eine für die Fortluft, mit Kanälen in einer Größenordnung, die man auf einem ausgebauten Dachboden ungern sieht. Wird der Abstand zwischen den beiden zu klein, saugt das Gerät die eigene abgekühlte Fortluft wieder an — ein Kurzschluss, der die Arbeitszahl still ruiniert, ohne eine Störung auszulösen.
Der Schall. Ein Verdichter auf dem Dachboden sitzt über den Schlafräumen, und die Decke überträgt Körperschall besser als Luftschall. Das Gerät gehört deshalb auf eine entkoppelte Aufstellfläche, nicht direkt auf die Rohdecke, und die Kanäle brauchen flexible Anschlüsse. Wer das nachträglich lösen muss, öffnet die Decke.
Das Kondensat und der Frost. Beim Abtauen fällt Wasser an, das einen Ablauf braucht — auf dem Dachboden also eine Leitung nach unten, frostsicher geführt. Und der unbeheizte Dachraum liegt im Winter nahe an der Außentemperatur, sodass jede wasserführende Leitung dort denselben Schutz braucht wie eine im Freien.
Die Split-Bauart entschärft den größten Punkt: Verdichter und Ventilator stehen draußen, innen liegt nur die Hydraulik, und die Luftkanäle entfallen. Was auf dem Dachboden bleibt, ist dann eher eine Inneneinheit als eine Wärmepumpe — leiser, kleiner und ohne Fortluftproblem. Wo der Keller wirklich voll ist, ist das die Variante, die trägt; die Monoblock-Aufstellung im Dachraum ist die, bei der die Nebenbedingungen teurer werden als der gesparte Platz.
Häufige Fragen
Wie oft muss eine Wärmepumpe gewartet werden?
Einmal jährlich ist der übliche Rhythmus und in den meisten Herstellergarantien Bedingung. Anlagen mit mehr als drei Kilogramm Kältemittel unterliegen zusätzlich der Dichtheitsprüfung nach der EU-Verordnung 517/2014; die Intervalle richten sich nach dem CO₂-Äquivalent der Füllmenge.
Was kostet die Wartung?
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus liegen Wartungsverträge üblicherweise zwischen 150 und 300 Euro im Jahr. Einzelbeauftragungen ohne Vertrag liegen darüber. Sole-Wasser-Anlagen sind meist etwas günstiger, weil die Außeneinheit und ihr Abtaubetrieb entfallen.
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe am Tag im Winter?
Ein Einfamilienhaus mit 10.000 Kilowattstunden Jahreswärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 braucht rund 2.900 Kilowattstunden Strom im Jahr. An einem kalten Wintertag konzentriert sich das auf 15 bis 30 Kilowattstunden, weil Heizlast und Arbeitszahl gleichzeitig ungünstiger werden.
Lohnt sich eine Wärmepumpe nur für Warmwasser?
Eine Warmwasser-Wärmepumpe als eigenständiges Gerät steht meist im Keller, entzieht der Raumluft Wärme und erreicht Arbeitszahlen um 3. Sie rechnet sich gegenüber einem elektrischen Speicher deutlich, gegenüber Warmwasser aus einer bestehenden Gastherme im Sommer nur bei hohem Verbrauch.
Darf die Wärmepumpe im Keller stehen?
Innenaufstellung ist zulässig und bei Sole-Wasser-Anlagen der Normalfall. Eine Luft-Wasser-Anlage im Keller braucht zwei ausreichend dimensionierte Luftkanäle nach außen; werden sie zu knapp bemessen, saugt das Gerät seine eigene Abluft an und die Leistung fällt.